Das Award-Fieber hat mich erwischt…

narihma hat mich nominiert. Mein allererstes Mal und ich fühle mich geehrt, ich freue mich! Denn narimha hat mir dazu ein paar sehr bewegende Worte geschrieben, die mein Bloggerherz beinahe zum schmelzen brachten. DANKE!

 

Und nun für alle, die sich mit diesen Awards ebenso wenig auskennen, wie ich – es gibt ein paar zu beachtende Regeln.

  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
  • Beantworte 10 Fragen, die dir vom Blogger gestellt wurden, der dich nominiert hat.
  • Nominiere bis zu fünf Blogs.
  • Informiere sie über die Nominierung.
  • Erstelle 10 eigene Fragen für die Nominierten.

 

Mir sind auf Anhieb ein paar Blogs eingefallen, die nenne ich dann weiter unten 🙂

 


  1. Wie bist du zum bloggen gekommen?

Ich schreibe eigentlich schon seit ich denken kann, zum Aufarbeiten von Erlebtem und habe unzählige Notizbücherseiten voll beschriftet. Anfang dieses Jahres saß ich an meinem PC und war dabei über die Nebenwirkungen eines Antidepressivums zu recherchieren, als ich feststellte, dass das ganze Netz voll mit negativen Äußerungen steckt, wenn es um das Thema Depression geht. Und dann habe ich vollkommen impulsiv an einem saukalten Nachmittag diesen Blog in’s Leben gerufen. Um zu zeigen, dass es auch anders geht, es nicht immer nur das Schlechte zu erzählen gibt.

2.was ist deine schönste Erinnerung, an welchen Menschen oder welche Situation denkst du am liebsten (zurück)?

Immer wieder sind mir in meinem Leben Menschen begegnet, die mich bis heute inspirieren, selbst, wenn ich sie kaum mehr oder gar nicht mehr sehe. Meistens handelt es sich da um solche, die mehr Jahre auf dem Buckel haben und mehr Lebenserfahrung haben, als ich. Die etwas in mir sahen oder sehen, das ich lange Zeit selbst nicht sehen konnte. Im vergangenen Dezember verkündete meine Mutter mir, dass sie einen Termin bei einem Psychoonkologen ausmachen möchte – das habe ich mir acht Jahre lang gewünscht. Da gab es Freudentränen.

3.Gibt es für dich ein “Vorbild”, jemand der dich inspiriert? wenn ja, wer und warum?

Ich glaube, dass es in beinahe jedem Menschen etwas gibt, das Vorbildcharakter hat. Man muss nur genau hinsehen, um es zu entdecken. Einige beneiden mich um meine Reflektiertheit, während sie für mich eine Art Vorbild sind, wenn es um Leichtigkeit geht. Früher neigte ich dazu Personen zu idealisieren und habe dann aber oft festgestellt, dass sie zwar wunderbar bereichernd für unsere Gesellschaft sind, aber z.B. nicht ausreichend für sich gesorgt haben und eigentlich sehr traurig und verzweifelt waren. Jeder hat Stärken und oft hilft es sich vorübergehend an jemand Anderem zu orientieren.

4.Hast du ein “Lebensmotto”, einen “Leisatz”?

Bildergebnis für i still have a long way to go but i'm already so far from where i used to be

Quelle: https://de.pinterest.com/pin/288160076133739479/

5.Was beeindruckt dich an anderen Menschen?

Liebe narimha, du hast dir ja Fragen ausgedacht 😀 . Anmut, glaube ich und solche, die von innen heraus strahlen. Ach ja und ganz sicher auch Authentizität. In der Vergangenheit musste ich immer wieder feststellen, dass ich nicht so gut mit Menschen auskomme, die ganz offensichtlich etwas mit sich herumschleppen, immerzu aber so tun, als sei alles gut. Ich glaube das liegt daran, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der immer sehr offen über alles gesprochen und auch miteinander geweint wurde. Deshalb bin ich dann manchmal auch etwas überfordernd für meine Freunde, weil ich zusehe, dass ja nichts unter den Teppich fällt. Mich beeindruckt aber auch ganz stark diese Kämpfernatur, auf die man hier in der Bloglandschaft so oft trifft. Sei es bei psychischen Erkrankungen, wirklich miesen Schicksalsschlägen oder anderen Krankheiten. Wahnsinn, wie ihr alle immer wieder aufsteht!

6.Welches ist dein Lieblingsbuch?

Juhu – eine einfache Frage. Die 13 1/2 Leben des Kapitän Blaubärs von Walter Moers, aber auch Rumo. Und Das größere Wunder von Thomas Glavinic. Wahrscheinlich noch 1000 andere. Ich liebe Lesen!!

7.Wenn du etwas für dich total verrücktes tun könntest, was wäre das?

Die Antwort wird jetzt absolut langweilig – aber ich glaube mir ist nach Beständigkeit, nach Normalität und Frieden. Die letzten Jahre waren heftig und auch innerlich ist bei mir ganz viel passiert. Aktuell habe ich auch kein Bedürfnis die Welt zu umrunden, wie man mir das immer sagt, schließlich bin ich ja noch so jung und so 😉 . Ich will einfach ankommen und sein. Na gut, ganz tief in mir drin gibt es den Wunsch irgendwann einmal ein Zentrum für psychische Gesundheit zu eröffnen, in der ganzheitlich behandelt werden kann. Und ich ganz stolz mit meinem Gesicht und Namen dazu stehen kann. Für eine Woche ne Katze sein, ließe ich mir auch noch eingehen.

8.Was ist deiner Meinung nach, deine Stärke?

In meinem Beruf als Erzieherin bin ich ganz gut aufgehoben, weil ich mit Anderen eine Engelsgeduld habe. Ziemlich gelassen akzeptiere ich äußere Umstände, an denen ich nichts ändern kann. Stau, Zugverspätung, Wartezeit beim Arzt, Gedrängel, unfreundliche Menschen im Einzelhandel…Ich finde schnell und leicht die passenden Worte für verschiedenste Anlässe – also schriftlich – ich muss mich nicht anstrengen, um etwa eine Bewerbung auf Papier zu bringen. Und unkompliziert, ohne Allüren bin ich auch. Wobei ich glaube, dass es manchmal nicht so verkehrt wäre, die ein oder andere zu haben – eigentlich ist das voll okay, solange es nicht zu viel wird.

9.Wen würdest du gerne einmal interviewen?

Mit Cem Özdemir würde ich mich gern unterhalten, um herauszufinden, ob er wirklich so sympathisch ist, wie ich glaube, dass er es ist. Und schwierige Persönlichkeiten. Mich interessieren die Beweggründe der Menschen immer so sehr – warum begeht man ein Gewaltverbrechen? Was steckt dahinter? Wieso radikalisiert man sich? Aber wahrscheinlich hätte ich viel zu viel Angst für sowas.

10.Worauf bist du stolz?

Ganz ehrlich. Auf den Menschen, der ich geworden bin. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich mich selbst lieben kann, wenn ich oft nicht so bin, wie ich mich gerne hätte. Aber es heißt, dass ich so moral- und wertemäßig in einer Richtung bin, die ich absolut vertretbar finde. Ich verändere mich auf positive Art und Weise, ich werde immer toleranter, begreife mehr und mehr. Habe ein großes Herz. Leider habe ich in den letzten Jahren konsequent vergessen, dass so etwas wie Selbstfürsorge unglaublich wichtig ist und muss das jetzt mühvoll nachholen. Aber ich mag worüber ich mir Gedanken mache, etwa, dass mir beim Fleisch essen immer wieder bewusst wird, was ich da esse. Ja, ich glaube ich bin stolz darauf, dass ich sehr bewusst mit meiner Umwelt umgehe. Wer weiß, vielleicht schaffe ich das ja auch nochmal mit mir selbst.



So liebe narimha – ein sehr interessanter Ausflug, danke dafür. Es gibt viele Blogs, die ich sehr interessant finde, eigentlich alle, bei denen ich mitlese. Dann gibt es da aber Einige, die mir besonders markant im Kopf geblieben sind. Fragen, erstmal zehn Fragen.


 

  1.  Es gibt ein paar Gerüche, von denen mir speiübel wird (frischer Teer z.B.) und andere, die ich liebe. Wie ist das bei dir?
  2. Mit welcher Intention hast du zu Bloggen begonnen? Und haben sich die Erwartungen erfüllt?
  3. Gäbe es ein (lassen wir es etwas höher sein, als das Arbeitslosengeld) bedingungsloses Grundeinkommen, das alle deine Bedürfnisse abdeckt, würdest du etwas in deinem Leben ändern?
  4. Was an dir ist gesund? Und was magst du daran?
  5. Und was hast du dir schon lange vorgenommen, aber bisher immer aufgeschoben? (Ich habe ein Jahr gebraucht, um mich um ein Ehrenamt zu kümmern, obwohl ich das die ganze Zeit echt machen wollte)
  6. Gibt oder gab es in deinem Leben eine bedeutsame Begegnung mit einem Tier?
  7. Serienempfehlungen? Büchertipps?
  8. Fällt dir ein Titel ein, dem du deinem Leben geben würdest?
  9. Gibt es eine Berufsgruppe, die dich schon immer interessiert hat, die du dir aber nicht zugetraut hast oder es aus anderen Gründen nicht funktioniert hat?
  10. Fast geschaftt – Schere, Stein oder Papier?

 

So. Und nun sei es euch Lieben natürlich vollkommen freigestellt, ob ihr euch da durchquälen wollt, oder nicht. Freuen würde ich mich – aber eure Blogs sind für mich so oder so eine Bereicherung.

11 Kommentare zu „Das Award-Fieber hat mich erwischt…“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s