Hello.

Das Internet hat mich wieder. Ohne war gar nicht sonderlich schlimm, ein wenig unpraktisch vielleicht, aber ich hatte keine größeres Probleme.

Dafür habe ich mich Mal wieder ein wenig selbst verloren, ja, ich denke ich habe mich in mir drin selbst verloren. Beim zu intensiven Suchen. Und dafür habe ich dann eben nicht mitbekommen was eigentlich wirklich los ist. Und so bekommt ihr jetzt eine Art Update meiner vergangenen Wochen.

Ich war mir zu wenig, viel zu wenig und trotzdem zu viel.

Unpassend. Daneben. Blöd. Nicht- Angenommen.

Fand mich selbst nicht gut.

Und noch mehr Ähnlichkeiten zu meiner Oma festgestellt, die so sehr unter Angst-, Panikstörungen und Depressionen gelitten hat.

Habe Dinge in meine Beziehung hineinprojeziert, die an einen ganz anderen Ort gehören.

Hab mich in mir verlaufen.

 


Und bin jetzt trotzdem wieder ein bisschen mehr bei mir. Mittlerweile weiß ich, dass vorübergehende Ausreißer nicht bedeuten, dass der ganze Weg umsonst war. Nein, die Abweichungen sind ein Teil davon. Manchmal schwimme ich so sehr während ich dabei bin mich selbst zu finden, ich schätze auch das nennt man Reflexion. Ich will ja kein Depp werden ;-P  .


In meiner Arbeitsstelle bin ich angekommen. Es gibt allerdings eine ältere Dame, die mich nicht sehr mag. Die sogar auf sehr kindische Art und Weise versucht schlecht über mich zu reden oder die Kollegen auszuspielen. Aber mit all denen verstehe ich mich sehr gut. Umso mehr ich gemocht werde, umso weniger kann die Dame mich leiden. Ich brauche eine Elefantenhaut und spüre eine gewisse Stärke – denn ich habe mich bisher nicht auf dieses völlig überflüssige Drama eingelassen und stehe drüber.


Meine Mutter sagte vor ein paar Jahren zu mir: „Ich wünsche dir so sehr, dass du nichts trägst, was du eigentlich gar nicht tragen musst.“. Damals habe ich nicht verstanden, was sie meint. Heute kann und will ich nicht mehr leugnen wie sehr ich von den emotionalen, von all den unverarbeiteten und belastenden Verhaltensweisen und Erlebnisse meiner Vorfahren betroffen bin. Mag sein, dass ich mich davon noch nicht freimachen kann. Mag auch sein, dass da auch eine gewisse Genetik drinsteckt. Für die ich einfach nichts kann. Ich weiß nur, dass ich jetzt die Chance habe es anders zu machen.


Mir fiel ein/auf, dass ich meine erste Panikattacke schon im Alter von 12 Jahren hatte. Mitten in einer riesigen Turnhalle, in der wir zu Hunderten schliefen, eine Art Schulausflug. Ich musste ständig zur Toilette rennen, weil ich dachte, dass ich mich übergeben muss. Rückblickend weiß ich, dass das Panik war. Und Angst. Interessant! Bisher hatte ich angenommen ich sei davon bis zu meinem 16.Lebensjahr frei gewesen.


Was ich gerade übrigens sehr gerne an mir mag: Ich gehe positiv durch die Welt. Nein, nein, es geht mir nicht immer gut – aber so viele Dinge, so viele Aspekte empfinde ich als nicht mehr bedeutsam. Solche, die aufregen könnten, die mich Grübeln ließen, die machen, dass ich mich in unveränderbare Gegebenheiten hineinsteigere. Was soll ich mich an etwas aufhalten, das ich nicht ändern kann? Wo ich doch so vieles in meiner kleinen Welt ändern kann. Und wenn mir die ganzen Kriegsdrohungen der aktuellen Nachrichten auffallen, dann kann ich ein bisschen mehr Frieden in mir tragen.


Und noch viel mehr als mir bewusst war – ist das hier eine gigantisch hilfreiche Reflexionsstätte für mich. Manchmal tut mir das Schreiben ein bisschen weh, weil es so ehrlich und so echt und so unverwischbar dasteht – aber es hilft.


Und…ich habe euch ein bisschen vermisst. Ehrlich.

5 Kommentare zu „Hello.“

  1. Danke für dein Ehrlich und Unverwischt hier. Ich lese das immer sehr gerne!
    Und Respekt für deinen Umgang mit der Situation auf Arbeit, das klingt gar nicht so einfach und das was du beschreibst wie du damit umgehst, aber sehr gut noch dazu.

    Gefällt 1 Person

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