Was mich so sicher macht?

Nichts. Also nicht ganz nichts, das wäre etwas übertrieben gesagt. Aber doch ist es immer mal wieder rein gar nichts, das mich sicher macht. Und so stehe ich hier mit meinen 26 Jahren, die sich so oft doch nicht mehr jung, sondern vielmehr erlebt und verklärt anfühlen. Und ich versuche euch etwas über meine Sicherheit, meine Gewissheit zu erzählen und dann befindet sich all das wovon ich sprechen will in der Schwebe, ich kann es nicht greifen, nicht das, wovon ich schreiben wollte. Und so rede ich drumherum.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich in meinem Umfeld nach Sicherheiten und Beständigkeiten suche, die mir Halt geben. Die mich halten, weil ich in mir selbst keinen Halt finde. Wann habe ich mich so verloren?

Das herauszufinden ist für mich deshalb so wichtig, weil dieser mangelnde Glaube an mich Selbst mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit die Ursache meiner wieder- und wiederkehrenden Versagensängste ist, ganz gleich was ich schaffe und leiste.

Aber so weit bin ich eben noch nicht – irgendwann werde ich dorthin gelangen. (HA! Ist da etwa doch ein wenig Sicherheit?)

Bis dahin kann ich euch nur sagen – und das dann aber mit bester und fester Gewissheit, dass es sich lohnt, weil alles nochmal so anders werden kann. Sicherlich bin ich keine Jungpionierin, die mit gehissten Segeln auf zum großen Seeabenteuer sticht und doch bin ich auch nicht mehr die, die das Leben nur aushält. Zwischendrin immer wieder Mal fragen, weshalb man das eigentlich macht, wenn man ohnehin nicht so gerne lebt. Mit einem gezwungenen Lächeln.

Es war nicht sehr schön, Spaß hat es auch keinen gemacht, ich habe Bäche geweint und mich vor Verzweiflung in den Schlaf gezittert. Aber es hat sich gelohnt. Denn jetzt bin ich hier, mit meinen 26 Jahren, die sich nicht so anfühlen – aber wen interessiert es? Ich versuche nur einen Platz in dieser Welt zu finden, ich denke nicht mehr so viel drüber nach, ich lebe jetzt mehr. Mit meinem Monsterherz.

 

Die nächsten Tage werden übrigens reichlich spannend. Wegen einer Streptokokken-Infektion muss ich Antibiotikum nehmen – und weil ich eine Penicillin-Allergie habe, kommt dafür nur eines infrage, welches ganz bezaubernde Nebenwirkungen hat. Insbesondere auf die Psyche bezogen. Aber vielleicht, ganz vielleicht bleibe ich davon ja verschont.

8 Gedanken zu “Was mich so sicher macht?

  1. Ich wünsche dir gute Besserung! Neugierig würde mich ja jetzt machen, was für ein Antibiotikum du nimmst. Penicillin-Allergie ist einfach was lästiges und es verkompliziert viele Dinge unnötig :/
    Nochmals gute Besserung!

    Gefällt 1 Person

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