Here’s a letter for you…

but the words get confused and the conversation dies. [so sang damals in meiner Teenager-Zeit Blink182]

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, schreibe ich einen Brief an mich. Es gibt da etwas, das ich mir dringend mitteilen möchte und nirgends kann ich mich besser erreichen, als hier.

 

Liebes Ich,

ich weiß, im Moment fühlst du dich nicht so gut. Das Monsterherz ist ein bisschen lauter, du hast ein Antibiotika nehmen müssen, das deinen Körper durcheinander gebracht hat und magst dich nicht besonders. Nicht innen, nicht außen. Bist unzufrieden und tobst ganz leise vor dich hin. Im oberpfälzerischen nennt man das übrigens pinzig (gesprochen piiiinzig), das, was ich da gerade bin. 

Nicht gerade schön aber ehrlich gesagt klingt das nun auch nicht besonders wild. Eine Situation, mit der du durchaus fertig werden kannst, hast du in deinem Leben doch schon eine Menge geschafft. Aber ich sehe, dass dich etwas zurückhält, du nicht vorwärts kommst, dich in einem Raum ohne Türen von Wand zu Wand stößt, ohne voran zu kommen. Der vielbesagte Teufelskreis, du kennst ihn gut, nicht wahr. 

Meine Liebe, ich weiß, dass du gerne mutiger wärst und dich diese Angst vor Dingen, die in deinem Kopf rein rational betrachtet keinerlei Anlass zu ängstlichen Gefühlen darstellen, mürbe macht. Sicher ist es anstrengend sich wieder und wieder aufraffen zu müssen, um Sachen zu tun, die andere Menschen ohne Anstrengung einfach so machen. Die nicht einmal darüber nachdenken. Im Moment wünscht du dir so sehr eine dieser Personen zu sein, eine solche, die sich einfach weniger den Kopf zerbricht. Und dann findest du dich selbst zum kotzen, lehnst dich ab, schiebst dich weg und ziehst dich unweigerlich in dich selbst zurück. 

An diesem Punkt in deinem Leben warst du nun schon unzählige Male, dabei hatte ich in den letzten Monaten das Gefühl, dass du dich allmählich aus dieser Spirale herausbewegen würdest. Sag, merkst du nicht, dass du diejenige bist, die sich deiner positiven Entwicklung gegenüber völlig kontraproduktiv verhält? 

Seien wir ehrlich, du kennst den Lösungsweg aus dieser Sackgasse ganz genau und eigentlich muss ich dir nicht sagen, dass es die Beschaffenheit der Gedanken ist, die die Qualität deines Lebens bestimmt. Aber ich sage es dir dennoch – es scheint du hast das vergessen. 

Weißt du, niemand ist dauerhaft mit sich zufrieden und grämt sich ab und an. Ich denke das ist völlig okay. Ich denke auch, dass du es keineswegs besser machst, wenn du dich selbst blöd findest, weil du dich fühlst, wie du dich nun mal fühlst. Du unbedingt wissen willst, ob „normale“ Menschen auch so empfinden, oder ob das nur an deinem Monsterherz und dir liegt…Wozu? Verstehst du nicht, dass du dich selbst akzeptieren musst? Nimm dich an – hör auf zu bewerten. Alles und jedes deiner Gefühle, Emotionen und Gedanken zu verurteilen, zu kategorisieren. Das macht dich so schwer.

Ich brauche dir nicht zu sagen, dass du aufhören sollst zu grübeln – ich weiß doch, dass sich das nicht einfach so abstellen lässt. Aber du kennst den Weg. Sei netter zu dir. Sage dir, dass du reichst, denn das tust du. Und wenn du anders sein möchtest, als du es gerade bist, dann kannst du es werden, Schritt für Schritt – nur helfen dir die negativen Gedanken dabei nicht. 

It’s okay not to be okay. Nobodys perfect. 

Klingt wie Floskeln, sind aber Wegweiser für dein Leben, liebes Ich.

Vergiss-mein-nicht, okay?

3 Gedanken zu “Here’s a letter for you…

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