Just silence.

Aber echt.

Ganz schöne Drahtseilnerven müssen jene Menschen haben, die andauernden Stress gut aushalten können. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu – fühle mich stattdessen angespannt hoch hundert.

Nebst hochgradig fordernden Arbeitsalltagen und beinahe täglichen Wg-Besichtigungen (bei mir) nach Feierabend ging es von Freitag Abend bis eben vorhin zu der Familie des Freundes. Krisenmanagement und Entlastung wegen Trennung der Schwester vom Vater deren zweier Kinder.

Da gab es dann viel Geschrei und negative Stimmung gratis. Aber gut, ich habe dem Freund meine Unterstützung ja bereitwillig angeboten und darf/will mich an dieser Stelle gar nicht über Verausgabung beschweren. Mein Part war vorwiegend durch die Betreuung der Momentan viel zu kurz kommenden Kinder geprägt. So kam es, dass ich vorhin auf der Heimfahrt zum Freund sagte, dass es mir nun für eine Woche mit Kindern reiche. Gut, wenn man dann als Erzieherin arbeitet 😉

Solche Zeiten gibt es. Solche Zeiten gehen wieder vorbei.

Mein Blog kam derweil viel zu kurz – und auch das Lesen eurer Beiträge, dabei brauche ich das doch so, das Schreiben.

In den letzten beiden Wochen habe ich – wie immer,haha – viel nachgedacht. Über mich, über die Ängste, das Monsterherz und allem was so dazu gehört. Das klappt immer viel besser, wenn ich ein wenig Distanz dazu habe und nicht vollends drinstecke.

Wisst ihr, dass ich bis vor einem Jahr nicht im geringsten daran dachte, dass ich so etwas wie eine Angststörung haben könnte? Manchmal habe ich das Gefühl die Depression war und ist all die Zeit nur der Deckmantel für die Dinge, die eigentlich tiefer liegen. Und jetzt wo ich ein Händchen für mein Monsterherz bekomme, wo ich immer besser damit umgehen kann und mein mantra-ähnliches Gebrabbel von „du darfst so sein. du bist gut, auch so. es ist in ordnung, wenn du dich so fühlst‘ erste Erfolge zeigt… jetzt tauchen dafür andere Sachen auf.

Ich glaube die waren schon immer, schon lange da – ich hab sie nur nicht gespürt. Und so gut es doch ist, dass ich mich nun viel besser wahrnehme und freundlicher zu mir selbst bin, da tun diese anderen Dinge manchmal ganz schön weh.

Wer ist bitteschön gerne ängstlich? Und wer gesteht sich schon gerne ein eher zu den ängstlichen Menschen zu gehören, wenn man die letzten Jahre davon ausging zumindest in diesem Bereich ’normal‘ zu sein? Ich nicht. Deshalb habe ich von einer Angststörung auch bis vor kurzem noch nichts wissen wollen – aber irgendwie ist sie ein Teil des Monsterherzes geworden – gewesen.

Tja, ihr seid hier eben auf einem richtig vielschichtigen Blog gelandet. Ich serviere euch nebst Depressionen und dem Alltagsfirlefanz ab jetzt auch noch Ängste – inklusive meinen Umgang damit.

Damit’s nicht langweilig wird 😉

Ihr habt mir gefehlt – einen wunderbaren Abend!

3 Gedanken zu “Just silence.

  1. Du schreibst:
    „Manchmal habe ich das Gefühl die Depression war und ist all die Zeit nur der Deckmantel für die Dinge, die eigentlich tiefer liegen. “
    Da könntest Du recht haben und eben genau jenes Gefühl habe ich mich betreffend auch. Die Depression (und bei mir auch das bockbeinige Versagen teilweise meines ganzen Körpers) sind „nur“ eine Art Hilferuf, Ergebnis, was auch immer.
    Ich wünsche Dir eine Woche mit entspannten Kindern … und vor allem entspannten KollegInnen …
    Liebe Grüße
    Agnes

    Gefällt 1 Person

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