Das Leben ist schön. 

Das ist es wirklich. Oft, gewiss nicht immer. Aber nebst all den Erkrankungen, mögen es nun psychische oder physische sein, passiert auch immer wieder gutes. 

Es gibt Momente im Leben in denen man so etwas nicht glauben kann, weil sich die Ereignisse stapeln, manchmal dauern diese Momente auch länger an. Ich schätze auch das gehört zum Leben, beim einen mehr und beim anderen vielleicht weniger. 

Schon oft habe ich mir gedacht, dass es jetzt wirklich gut sei, mit den widrigen Lebensumständen die mir schon begegnet sind. Bin doch erst 26. Wozu eigentlich? Ein wenig konstruktiver Gedanke, wenn auch ein legitimer Wunsch. Als könnte ich beeinflussen was in meinem Umfeld passiert, wer an Krebs erkrankt, wer stirbt. Nur mich, mich und die Art und Weise damit umzugehen, das lässt sich beeinflussen. 

Ich bin grundsätzlich gut und schnell, wenn es um die Bewertung meiner selbst geht. So finde ich mein Leben oft anstrengend, wegen der Ängste, wegen der Depression und denke mir wie gern ich doch etwas freier wäre. Ehrlich, wie oft ich mich zu Dingen zwingen muss, die Andere ohne ein Nachdenken erledigen oder einfach nur machen. Ich lehne mich auf und weigere mich mit verschränkten Armen mich so anzunehmen, wie ich gerade bin. Nein Monsterherz, so nehme ich dich nicht, vergiss es. 

Warum eigentlich? Bin ich im Moment eben so, muss ja nicht so bleiben. Ich bin ganz einfach nicht die Anderen. 

Also versuche ich meine destruktiven Gedanken durch konstruktive auszutauschen, ein müßiger Weg. 

Man kann das Leben wieder schön finden, auch wenn man es verteufelt oder abgelehnt hat – manchmal dauert der Weg dorthin einfach ein wenig länger. 

7 Kommentare zu „Das Leben ist schön. “

  1. Gerade heute ist so ein Tag, an dem ich mich zu allem zwingen muss. Zu den alltäglichen Dingen und zu den Verpflichtungen die ich anderen gegenüber eingegangen bin. Wenn mir solch, eigentlich einfache Sachen zur Last werden, wünsch ich mir auch manchmal, dass ich auf magische Weise aus dem Gedächtnis der anderen verschwinde, das da nichts mehr ist, was ich anderen versprochen habe, aber zu dem ich natürlich stehe weil ich so bin, wie ich bin. Dabei verliere ich oft aus den Augen, das mir die Erfüllung meiner Versprechen auch mal gut tat. Das ich mich darüber freuen konnte, wenn ich einem anderen was gutes getan habe, wozu ich mich, wohlgemerkt, freiwillig verpflichtet habe.
    Aber sicher, das Leben ist schön, manchmal. Man muss es einfach nur wieder so sehen und empfinden. Zum Glück passiert das oft ganz unerwartet. Darauf zu hoffen, ist allerdings meist von Enttäuschung geprägt.
    Liebe Grüße

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    1. Ich hatte vorhin eine kleine Panikattacke im Zug, aus Angst ich könnte dort umfallen oder muss mich übergeben. Das passiert immer wieder und wenn ich noch so genervt bin. Manchmal könnte ich heulen. Auch jetzt. Aber dann verderbe ich mir auch noch den restlichen Tag.
      Ich kann dich seeeehr gut verstehen

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  2. Ich beschäftige mich gerade etwas mehr mit dem Thema Selbstakzeptanz und es ist definitiv kein Zuckerschlecken, da Fortschritte zu machen. Man muss ja mit sich leben – uns bleibt leider nur die Wahl, ob wir genervt und frustriert sind, oder ob wir gewisse Dinge ohne großes Drumherum annehmen. Annehmen ist schwer. Etwas Positives zu finden, wenn man im Nebel der Depression festsitzt, fast unmöglich. Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg – du gehst in die richtige Richtung. Wie schnell du gehst, bleibt ganz alleine Dir überlassen ❤

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