Ich bin wieder richtig da.

Juhu.

Das ist nämlich seit zwei Monaten der allererste Beitrag, den ich euch von meinem Schreibtisch aus, mit meinem Laptop und einer echten Tastatur schreibe. Und da gehen natürlich ganz andere Dinge, als auf diesem mickrigen Smartphone, auf dem mir nach zwei Minuten schon jegliche Lust am Schreiben vergeht. [Ich habe den Internetanbieter gewechselt und das gestaltete sich irgendwie sehr viel schwieriger, als gedacht]

Was für ein Wetter gab es heute bei euch? Hier in München war es vorherbstlich mit leichten Auszügen aus dem Monat April. Sonne, blauer Himmel. Regen, dunkle Wolken. Wind. Wieder warm. Jacke an, Jacke aus. Von heiter bis wolkig, von sentimental und rührselig bis zur fröhlichen Gemütslage war alles dabei. Aber das nur am Rande. Wenn ich doch so lange nicht mehr mit diesem Gefühl vor dem Laptop saß, werde ich wohl ein wenig wetterliches Geplänkel zum besten geben dürfen.

Langsam neigt sich mein dreiwöchiger Urlaub dem Ende zu, ich habe viel mehr und viel weniger geschafft und gemacht, als ich eigentlich wollte. Ich war bis an meine Grenzen wandern und bin noch immer nicht aus der Kirche ausgetreten, habe alle Bücher gelesen, die ich mir vorgenommen hatte und war einmal mehr feiern, als geplant. War gleichzeitig leichter und schwerer, am kämpfen und am sein. Ein bisschen geweint und ziemlich viel gelacht. Mich dabei mit den alten, treuen und nicht unbedingt liebsamen Gedanken befasst Geht das jemals weg? Wird es eines Tages leichter sein? Hört die Angst vor dem Zurückkehren der Depression irgendwann wieder auf? Und kann ich wohl aufhören so viel nachzudenken? Ach, nicht zu vergessen Vielleicht schaffe ich es ja gar nicht mehr in die Arbeit zu gehen, nach diesen drei Wochen, vielleicht bin ich dann depressiv oder kann nicht schlafen!? Und nicht zuletzt habe ich angefangen mich mit meinem inneren Kind auseinanderzusetzen, einer tiefsitzenden und unbequemen Thematik.

Schauderlich zu merken wie sehr das alles zusammenhängt. Das kleine Ich und die Ängste von heute. Wo die Heilung ist, das kann ich sehen – wie ich dort mit ausreichend Geduld hinkomme, noch nicht so ganz.

Ahaaaaaaaaaaber bei all den Grübeleien, Gefühlen und Verletzlichkeiten hat sich eines meiner Probleme so ein klein wenig gelichtet. Einige von euch haben möglicherweise meine Beiträge über meine momentane Arbeitsstelle gelesen – kurz zusammengefasst, die Stelle dort ist gut ausgelegt für Dramatiker, für mich weniger. Da habe ich heute doch tatsächlich einen Anruf von meiner vorherigen Einrichtung erhalten, in der ich eine befristete Stelle als Krankheitsvertretung hatte. Da wollen die mich doch tatsächlich wieder haben. Noch nicht gleich, erst in einem halben Jahr wird dort etwas frei und ich musste mich auch nicht direkt entscheiden, ich darf mir das ausgiebig überlegen. Wo ich ja wirklich Probleme damit habe stolz auf mich selbst zu sein, ist mir das heute gelungen, ich habe mich geehrt gefühlt. Als Erzieherin wird man selbst zu Zeiten des Erziehermangels nicht gerade häufig abgeworben. Jedenfalls bin ich jetzt in einer ganz hervorragenden Position – die jetzigen Chefs wollen mich gerne behalten, die alte Einrichtung hätte mich gerne wieder und ich kann mich tatsächlich ein bisschen entspannt zurücklehnen und abwarten was passiert.

Ja, jetzt muss nur das mit der Selbstwahrnehmung besser klappen. Für’s angstfreier, leichter und selbstbewusster durch’s Leben gehen.

 

 

5 Gedanken zu “Ich bin wieder richtig da.

  1. Herzlichen Glückwunsch! Das ist doch mal ein toller Ausblick.

    Jaaa, das mit dem Smartphone kenne ich. Da vergeht einem alles. Ich habe auch am liebsten meinen Rechner am Schreibtisch und gut ist. Dann hab ich ja gar nicht so viel von Dir verpasst, obwohl ich kaum Beiträge gelesen habe? Cool! 😉

    Gefällt 1 Person

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