Better days.

Heute weiß ich wofür ich diesen grauenvollen Zustand die letzten Wochen ausgehalten habe. Kann sein, dass es mir morgen schon nicht mehr so gut geht – aber dafür habe ich diesen Moment jetzt, den heutigen Tag, den ich ausgeschlafen und kraftvoll gemeistert habe. Ich werde mich, wie ich mich selbst kenne, an dieses aktuelle Gefühl nicht erinnern können, wenn es mir das nächste Mal nicht gut geht. Aber ich habe das JETZT und dafür bin ich sehr dankbar.

Möglicherweise habe ich mich selbst jetzt wieder ein bisschen lieber, habe das Thema Selbstfürsorge wieder deutlicher auf dem Schirm und gehe achtsamer mit mir um. Liebes Ich, geht das in Zukunft eventuell auch etwas einfacher 😉 ?

Ich will euch nicht langweilen mit diesen kurzen Beiträgen über meinen Zustand, über meine akute Verfassung. Doch finde ich es wichtig diese Worte hier zu veröffentlichen – einfach weil ich so viel über trauriges schreibe. Dabei möchte ich doch auch vermitteln, dass sich das Kämpfen um und für das eigene Leben lohnt. Hoffnung geben und nicht nur Schwere säen – deshalb bekommt dieses emotionale Update einen eigenen Eintrag.

Danke für all eure Worte! Sie bedeuten mir viel, mehr als ich dafür Worte finde.

10 Kommentare zu „Better days.“

  1. Immer nur das „gute“ zu bloggen würde meiner Meinung nach am Leben vorbei gehen. Es ist nicht immer eitel Sonnenschein. Natürlich ist es schön, zu lesen wenn es jemandem gut geht, aber es berührt auch wenn es jemandem nicht so gut geht und die Tatsache das es berührt ist doch irgendwie auch schön. Also Kopf hoch. LG

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  2. *gg* ob Dein Ich Dir auch so antwortet, weiß ich nicht, aber rein faktisch betrachtet, wird es tatsächlich einfacher und leichter. Mit jedem Mal ein Stückchen. Ganz trocken gesagt, läuft ein Lernprozess ab, in dessen Verlauf Dein Gehirn neue Referenzerfahrungen macht, auf deren Grundlage es demnächst Dein Verhalten steuert. Heißt: bisher konnte es auf eher schlechte Erfahrungen zurück greifen – also ist Panik angesagt, wenn ähnliche Situationen auftauchen, die früher mit sehr viel Leid verknüpft waren (z.B. Schlafprobleme). Das war bis dato angesagt. Jetzt muss es erst in jeder Situation mit einem anderen Ausgang ‚überrascht‘ werden, dann speichert es diese neue Erfahrung ab. Irgendwann sind es ausreichend neue Erfahrungen, dass das Gehirn es wagt, anders zu reagieren. Heißt: vermutlich reagierst Du noch eine Weile mit Panik und Leid, aber Du schaust nach anderen Ausgängen und mit jedem Mal wird es dem Gehirn leichter, das alte Verhaltensmuster loszulassen und neue zu probieren…

    Sorry, für die Vorlesung. Aber 1. finde ich diese Zusammenhänge so wahnsinnig spannend und 2. finde ich, wir alle sollten das wissen und verinnerlichen. Macht das Leben so viel einfacher 😉

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      1. Vielleicht kannst du es dir wie einen Pfad vorstellen, den du dir durch ein unbekanntes und beängstigendes Dickicht schlägst. Je öfter du diesen Pfad bewusst gehen kannst, desto klarer zeichnet er sich ab (oder zeichnet sich in deinem Gehirn ein) und wird schließlich ein deutlicher Weg, dein persönlicher guter Weg, den dein Gehirn schon kennt, so dass es dich immer weniger ins feindliche Dickicht führt. Ich stelle mir vor, dass so ein Bild auch unterstützend wirken kann. Auf jeden Fall ist es ein schöner Ansatz, die guten Momente bewusst wahrzunehmen und schreibend festzuhalten. Du kannst dich dann in Zeiten, in denen die Welt voller finsteren Gestrüpps zu sein scheint, daran (besser) erinnern.
        Ich habe mir in Zeiten einer Krise jeden Abend etwas Positives aufgeschrieben. Das ist nicht für jeden geeignet und ich meine es nicht als „Rezept“ (ich kann nur versuchen zu verstehen, aber nicht sagen, was für andere gut ist). Mir hat es eine Zeitlang sehr geholfen.
        Mir gefallen deine Ehrlichkeit und ganz besonders deine Tapferkeit. Ich finde dich sehr stark.
        Alles Gute !
        Elisabeth

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  3. Solche Momente hier zu konservieren als Erinnerung finde ich sehr sinnvoll. Mir geht es ähnlich. Wenn ich mal wieder in der Depression hänge, kann ich die guten Momente, mit all den schönen Gefühlen gar nicht mehr verstehen. Als hätte ich mich die ganze Zeit über belogen.

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