Und es gibt sie. 

Und zwar noch und nöcher und ohne, dass ich ein Ende sehen könnte.

Die Tage, die dunkel sind, an denen ich mich so anstrengen muss, um mich aushalten zu können. Im Moment fühle ich mich gar nicht richtig wie ich selbst, bin etwas schwammiges, undefinierbares, bin ein Reboot, der unausgereift noch auf sehr wackeligen Beinen steht. Und fällt. Aufsteht. Und wieder fällt. 

Das Monsterherz klopft von innen an die Scheibe, will mir etwas sagen – doch ich verstehe es nicht. Hab die Anleitung verloren.

Fühle mich, als bräuchte ich einen Ochsenkarren, der mich durch den Tag zieht, irgendwie. Weil ich mich doch selbst nicht aushalte, mir zu undefinierbar bin. 

Angst vor Depression und Angst vor Angst. Angst vor Schlaflosigkeit. Angst resultierend aus zu vielen Panikattacken, in meinem Leben.

Daneben immer weiter gehen, mich selbst nicht verlieren und trotzdem Veränderung sein. Ums Leben kämpfen, mit mir selbst – um einfach nur leben zu können. Lernen zu leben, statt ununterbrochen zu bewerten und zu denken. Lernen zu Sein – eine so schwierige Lektion.

Manchmal einfach nur heulen wollen und völlig ohne Zuversicht sein. Schaffe ich das? Werde ich das Leben hinbekommen?

Es fühlt sich manchmal so verdammt schwierig an.  Heute zum Beispiel. Also zwinge ich mich mal zum Sport – vielleicht hilft das.
Und ist es möglich, dass es die 10mg weniger Fluoxetin – jetzt bin ich bei 10mg-sind, die mich gerade so fühlen lassen? Eine rhetorische Frage, ich weiß. Eine wirklich gemeinte Frage – ist es wichtig woher das kommt? Annehmen. Annehmen. Annehmen.

10 Kommentare zu „Und es gibt sie. “

    1. Eure Worte sind trostreich, sonst hätte ich diesen Kopf-in-den-Sand Beitrag hier gar nicht geschrieben, wenn ich nicht auf Rückmeldung durch euch hoffte.
      Was mich durchaus wieder etwas aufrichtet, in diesen Momenten, sind Worte von Anderen, von denen ich weiß, dass sie diese Gefühle selbst kennen. Die da auch schon drin waren und wieder raus kommen, wieder fallen und aufstehen.
      Also danke Alice, danke für die Worte 😊

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  1. Ich bin gerade aus meinem Gedankenorbit hinausgedüst, um Dir hier funkelnden Sternenstaub da zu lassen. – Ich verstehe Deine Empfindungen nur zu gut! Deshalb soll es ein bisschen leuchten für Dich. Ich bitte darum. Alle Sterne am Himmel!

    Herzengrüße für Dich!

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  2. sich selbst zu undefinierbar sein… Etwas, was ich so sehr kenne. Dabei klingt es so absurd, wenn man darüber nachdenkt. Warum muss ich mich stets definieren müssen? Warum habe ich sonst das Gefühl, mich sonst zu verlieren? Verliere ich mich dann wirklich? Oder habe ich nur Angst davor, die Kontrolle zu verlieren? Und muss ich immer und wirklich IMMER die Kontrolle haben – oder darf ich mich auch manchmal treiben lassen, etwas loslassen, ohne dass mein Leben direkt außer Rand und Band gerät und mich der dunkle Sog für immer einfängt?
    Das sind Fragen, die ich mich selbst stelle. Was ich dir gerade wünsche, ist das, was du selbst schon schreibst: Nimm es an. Nimm es an wie es gerade ist. Selbst wenn es scheiße läuft, bist du immer noch da – und gut. 🙂 Du wirst dich wieder „fangen“, greifen, definieren können. Aber es ist ok, wenn du das manchmal nicht kannst.
    Liebe Grüße :**

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