25 Grad weniger und eine Woche später…

bin ich wieder da. Gestern spätabends gelandet, 7 Stunden im Flugzeug gesessen, dank einer Zwischenlandung in Basel. Für Hin- und Rückflug habe ich insgesamt gebraucht:

  • 1/2 Tablette Diazepam
  • 3 Reiseübelkeitstabletten
  • Eine ganze Menge pflanzliches Durchfallpräparat
  • Gefühlte 100 Meditationen, die ich angehört habe

Die Angst und Nervosität im Vorfeld haben mich gefühlt halb umgebracht, ein grauenvoller und so unendlich angespannter Zustand. Im Flugzeug fühlte ich mich absolut unwohl, aber es ging irgendwie.

  • keine einzige Panikattacke
  • ich musste mich nicht übergeben, weinen oder sonst was auffallendes

Ich schätze in ein Flugzeug zu steigen, gehört tatsächlich zu einer der größten Ängste, die ich in mir trage. Nein, viel mehr die Angst nicht fliehen zu können – und wo kann man das weniger, als in einem Flugzeug? Ich weiß nicht wie oft ich das meinem Freund und meinem Vater erklärt habe… NEIN, ich fürchte mich nicht vor einem Absturz, darüber denke ich nicht mal wirklich nach, es ist nur…Agoraphobie.

So, prinzipiell könnte ich ja jetzt mal stolz sein, also so richtig. Pustekuchen. Noch während des Rückfluges dröhnte in meinem Kopf der innere Kritiker: „Willst du echt stolz sein, weil du etwas ganz normales geschafft hast? Andere Menschen stellen sich da nicht so an, also stell du dich auch nicht so an.“ BLABLABLA, sagt eh immer dasselbe. Im Moment bin ich allerdings noch sehr mit der von mir abgefallenen Anspannung beschäftigt, irgendwie ein bisschen traurig und geschwächt. Ich brauche ein bisschen um hier wieder anzukommen, kein Wunder, eben noch Strand und Meer und jetzt Schnee.

Aber jetzt Mal zum Urlaub. Der war unbandig schön!!!! Teneriffa ist eine wundervolle Insel, die mich so sehr begeistert hat, dass ich ans Auswandern dachte. Ein Klima wie für mich geschaffen – und ich bin echt nicht der Typ, der unsere vier Jahreszeiten hier in Deutschland sehr schätzt. Ich bezeichne mich selbst immer als Wetterspießer, weil ich es nicht mag, dass ich mich gerade an ein Wetter gewöhnt habe und dann folgt schon das nächste. Und das Meer – ich liebe das Meer. Tatsächlich habe ich in der einen Woche Urlaub nicht eine einzige Meditation gemacht, weil die Umgebung so voller Natur steckte, dass das mein völlig ausreichender meditativer Einfluss war. Ich habe mich sozusagen verliebt, in Land und Leute und in die Sprache eh. Mal sehen, wo es mich in meinem Leben noch so hinverschlägt…

Vor dem Urlaub hatte ich eine Therapiesitzung, die mich sehr berühre und von der ich gerne noch ein bisschen schreiben möchte – aber nicht jetzt, der Beitrag ist schon lang genug 😉

Ach und DANKEDANKEDANKE für all eure so mutmachenden Worte!

6 Kommentare zu „25 Grad weniger und eine Woche später…“

      1. Zu sich selbst so gut zu sein wie man es zu anderen wäre, ist eine ziemliche Herausforderung. Deswegen möchte ich dir als Außenstehende zumindest sagen, dass du stolz auf dich sein kannst. Denn du hast dich auf eine Herausforderung eingelassen und sie gemeistert. Du bist aus deiner Komfortzone gekommen. Und dafür braucht es Mut.

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  1. Lass dich von deinem inneren Kritiker nicht fertig machen. Der hat Sendepause. Du kannst verdammt stolz sein, dass du das geschafft und gemeistert hast 🙂

    Freut mich auch zu lesen, dass dein Urlaub schoen war. Ich werde in ca. 3 Wochen auch endlich wieder am Meer sein und freue mich schon total 😀

    Gefällt 1 Person

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