Ist da noch wer?

So. Ich bin jetzt in der dritten Woche nach dem Absetzen von Fluoxetin angekommen. Hab vorhin auf einer Ärzteseite gelesen, dass das hĂ€ufig vier bis sechs Wochen dauert, bis man alle Absetzsymptome ausgestanden hat.

Ich habe nach wie vor heftige Stimmungsschwankungen zu vermelden, die bisweilen ganz schön an meiner LebensqualitĂ€t schrauben. Kann oft nicht gut einschlafen. Habe einen eigenartigen Stoffwechsel. Oft gereizt. Schwindel. Dieses eigenartige Ziehen in Hand und Fuß. Kopfschmerzen. Andauernde RĂŒckenschmerzen.

Dabei habe ich mir mit dem Absetzen viel MĂŒhe gegeben und mir dafĂŒr sechs Monate Zeit gelassen.

Ich weiß, dass mein Körper gerade hart arbeitet, um das chemische Gleichgewicht wieder herzustellen 😐 aber das auszuhalten ist absolut nicht leicht.

Meine Frage an euch – ist da noch wer,der so sensibel auf das Absetzen reagiert? Habt ihr Tipps fĂŒr mich? Und Geduld kenne ich 😉 die versuche ich auch aufzubringen!

Ich schicke ein bisschen Liebe,MitgefĂŒhl und Dankbarkeit an euch(was davon noch ĂŒbrig ist😉)

18 Kommentare zu „Ist da noch wer?“

  1. Ich habe die Stimmungsschwankungen und anderen zurĂŒckkehrenden Probleme weniger als Absetzerscheinungen gewertet und eher als RĂŒckkehr meines Ausgangszustands empfunden. Allerdings passt die Angabe von ca sechs Wochen, bis Absetzerscheinungen vorbei sind, doch ganz gut: Etwa in dem Zeitrahmen hat sich das bei mir wieder eingependelt und wurde leichter aushaltbar. Ich habe aber halt parallel auch viel dafĂŒr getan, dass ich damit irgendwie wieder selbst umgehen kann, statt mich auf das Medikament zu verlassen – eben weil ich es nicht als Quasi-Nebenwirkung, sondern als zu mir gehörig empfunden habe…

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    1. Ja,ich verstehe was du meinst. So versuche ich das auch anzugehen. Allerdings habe ich einige körperliche Symptome und Stimmungsschwankungen in einer Heftigkeit, in der ich sie vorher nicht hatte. Bzw die körperlichen Symptome hatte ich vorher ĂŒberhaupt nicht. Deshalb fiel und fĂ€llt es mir etwas schwer mich damit zu identifizieren.
      Liebe GrĂŒĂŸe 😊

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  2. Ich habe es Aufgegeben mein Citalopram komplett abzusetzen. Ich denke das ich ein Leben lang mein AD nehmen werde, da meine SensibilitĂ€t wohl niemals stumpfer wird. Die Male an denen ich reduziert habe, ist es immer in sehr großer Unsicherheit geendet. Es war so schlimm das ich arbeitsunfĂ€hig war. Beim ersten Absetzversuch musste ich Nachts in die Neurologie, da ich meine Arme nicht mehr gespĂŒrt habe. Ich traue mich nicht mehr mein AD komplett abzusetzen. Wenn ich wieder in meinem Leben stabil bin, dann werde ich es noch mal versuche die Dosis zu reduzieren.. Ich bewundere dich das du es versuchst!

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  3. Sorry, da kann ich auch nichts beisteuern. Aber ich hatte den Impuls, dich mal auf ‚Krankheit als Symbol‘ hinzuweisen. Eine Art Nachschlagebuch von RĂŒdiger Dahlke. Dabei geht es um zig Symptome und deren Deutung. Vielleicht hilft Dir das, einzuordnen, was genau Dein Körper stellvertretend abarbeitet?

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  4. Ich habe auch schon hĂ€ufiger versucht mein Medi abzusetzen. Unter Ă€rztlichen Rat ging es jedes Mal schief, weil sie viel zu großen SprĂŒnge mit mir gegangen sind. Vor einigen Jahren habe ich dann mithilfe netter Benutzer eines Forums, meinen eigenen, langsamen Weg gefunden und in Minischrittchen die HĂ€lfte reduziert. Im Augenblick behalte ich die Dosierung noch bei, weil ich in einer schwierigen Phase bin, aber irgendwann gehe ich auch noch die letzte HĂ€lfte an, selbst wenn es ĂŒber ein Jahr dauern sollte. Halte durch!
    Marja

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  5. Paroxetin wars bei mir. Ausgeschlichen ĂŒber ca 6 Wochen, weil ich die Medikamente leid war. Das einzige was bei Stimmungsschwankungen geholfen hat war raus zu gehn, Luft, Bewegung. Die Schwankungen sind aber geblieben, ich akzeptiere sie mittlerweile und bekĂ€mpfe sie auf die altgewohnten Weisen. Manchmal wĂŒnsch ich mir aber die Tabletten zurĂŒck, es war schon irgendwie einfacher damit. Auf der anderen Seite möchte ich ich sein, und das verhindern die Medikamente irgendwie. Es ist die Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
    Meine Tochter nimmt sei 2 Jahren Fuoxetin und will sie nach der AbiturprĂŒfung absetzen. bin mal gespannt 😩

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  6. Ich wĂŒnsche Dir, dass Du das Absetzen weiter gut schaffst. Tipps habe ich leider keine. Absetzerscheinungen sind schon eine ĂŒble Sache.
    Bisher habe ich erst einen Medikamentenwechsel hinter mir, da habe ich aber parallel das eine Aus- und das andere Eingeschlichen und es ging mir ohnehin so dreckig, dass die Erinnerung daran nahezu gelöscht ist.
    Ans Absetzen meines Velafaxins oder Dosisreduzierung ist derzeit ganz und gar noch nicht zu denken, aber natĂŒrlich will ich das Zeug irgendwann loswerden. Wie das vonstatten gehen soll, dann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen. Ich habe schon „Absetzerscheinungen“ – „Elektroschocks“ und „Stiche“, wenn ich es drei Stunden zu spĂ€t nehme, obwohl das angeblich gar nicht sein kann. …
    Sei herzlich gegrĂŒĂŸt

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    1. Wenn du mich fragst, ist da alles möglich. Je nachdem, wir sensibel man ist.
      Du wirst das irgendwann schaffen. Vielleicht in 0,01mg Schritten, aber es wird passieren. Und du wirst merken, wenn du soweit bist.
      Ich glaube bei.mir geht es allmÀhlich aufwÀrts , sage ich ganz vorsichtig. Die letzte Einnahme ist glaube ich sechs Wochen her.
      Liebe GrĂŒĂŸe!!!!

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