About being a woman

Nicht, dass ich mich in meinem Leben bisher nicht damit auseinandergesetzt hĂ€tte, dass ich eine Frau bin – das schon. Seit ich mein 12. Lebensjahr erreichte, werde ich einmal monatlich sehr deutlich damit konfrontiert, dass ich dem weiblichen Geschlecht angehöre. Ich nahm mich selbst als aufgeklĂ€rt war, hatte keine großen Probleme mit Weiblichkeit und empfand meine Periode zu mir gehörend. Ich weiß natĂŒrlich auch wozu all das stattfindet und welchen Ursprung der Zyklus hat. Und trotzdem ist mir erst seit kurzem klar, was es eigentlich bedeutet, als Frau, auf diese Welt zu kommen.

Ausschlaggebend dafĂŒr war eine Podcastfolge, stammend aus Laura Malina Seiler ’s Podcast Happy, Holy and Confident. Eine Freundin von mir hatte mir diese Folge empfohlen, weil sie selbst dadurch so viel begriffen hatte. Ich werde die Folge am Ende des Beitrags verlinken und bekomme dadurch hoffentlich keine Schwierigkeiten – aber ich möchte das gerne mit euch teilen, weil es einfach zu gut ist, um es fĂŒr mich zu behalten.

Jetzt aber wieder zurĂŒck zu mir. Denn nebst der Podcastfolge, waren es auch das Absetzen der Pille und der Umstieg auf die symptothermale VehĂŒtungsmethode, die eine gewisse VerĂ€nderung in mir hervorriefen. Hormoneller VerhĂŒtung habe ich schon vor zwei Jahren abgeschworen, weil ich davon zeitlebens extreme Stimmungsschwankungen und Launenhaftigkeit bekommen habe. Den Umstieg auf die alternative VerhĂŒtung habe ich dann vor ungefĂ€hr einem Dreivierteljahr gewagt und mich nach einigen Recherchen fĂŒr einen VerhĂŒtungscomputer entschieden. Sollte es dazu irgendwelche Fragen geben, dĂŒrft ihr mir gerne ĂŒber das Kontaktformular schreiben.

Dieser Umstieg jedenfalls setzte automatisch voraus, dass ich mich mit meinem eigenen Zyklus befasse und diesen kenne. Dazu kam, dass ich seit dem Absetzen der Pille ein sehr ausgeprĂ€gtes prĂ€menstruelles Syndrom habe. Das hat weitreichende psychische, aber auch körperliche Symptome. Übelkeit, Schmerzen, Hitzewallungen, SchĂŒttelfrost, SchwĂ€cheanfĂ€lle, niedriger Blutdruck, Gereiztheit, SentimentalitĂ€t, und so weiter. Manche von euch kennen das vielleicht. Ähnlich geht es mir am Tag des Eisprunges. Ich bin also stĂ€ndig mit meinem Zyklus konfrontiert. Obwohl ich ihn immer schon freundlich angenommen habe, habe ich nicht mit oder im Zyklus gelebt.

Und erst recht war mir nicht bewusst, was es bedeutet eine Frau zu sein.

Das heißt nĂ€mlich, dass ich in 28-30 Tagen ZykluslĂ€nge drei unterschiedliche Phasen durchlebe und das Monat fĂŒr Monat. Da ist die monatliche Blutung, in der ich mich eher weniger fit fĂŒhle, eine Zeit danach, bis zum Eisprung, in der es mir deutlich besser geht und dann jene nach dem Eisprung, in der es mir nicht besonders gut geht. Vergleicht man das einmal mit dem mĂ€nnlichen Geschlecht, stellt man fest, dass da nach dem Abschluss der PubertĂ€t eher wenig Wandel im eigenen Hormonhaushalt stattfindet. Diese GegenĂŒberstellung habe ich gebraucht, um besser zu verstehen, was bei mir selbst passiert, ohne, dass ich Mann oder Frau auf irgendein Podest stellen möchte. FĂŒr mich klingt das mĂ€nnliche Dasein erstmal nach viel mehr StabilitĂ€t, aber ich habe natĂŒrlich keine Ahnung, wie es sich tatsĂ€chlich anfĂŒhlt. Mir ist dadurch nur bewusst geworden, wie viel Wandel Monat fĂŒr Monat in meinem eigenen Körper stattfindet. Ich habe ein regelrechtes Bewusstsein dort geschaffen, wo vorher keines war und das kam, weil ich mich durch meine persönliche Entwicklung selbst immer mehr wahr nahm.

Die Eine oder der Andere mag das nun lesen und das alles lĂ€ngst gewusst haben, fĂŒr mich ist es auf gewisse Art und Weise Neuland.

Ich glaube nĂ€mlich, dass es auch mir gelingen kann mehr StabilitĂ€t in mein Leben zu bringen, indem ich mehr auf meinen Zyklus eingehe. Vielleicht kennt ihr es auch, dass ihr total seltsam drauf seid, nah am Wasser gebaut, einen Streit vom Zaun brecht und euch dann selbst fragt, was nur mit euch los ist – irgendwann fĂ€llt euch auf, dass ihr kurz vor der Periode steht und dann ist alles klar. So geht es mir ziemlich oft. Und nicht umsonst gibt es eine Menge Ratgeber, die empfehlen in dieser Phase des Zyklus keine wichtigen Entscheidungen zu treffen, weil man gerade nicht so tickt, wie man es sonst tut.

Was also ziehe ich daraus fĂŒr mich? TatsĂ€chlich lĂ€uft der Zyklus nun nicht mehr einfach so nebenher, sondern ich versuche mehr darauf einzugehen. Ich nehme an, was ist und versuche nicht mir ein Bein auszureißen oder im normalen Tempo weiter zu funktionieren, wenn ich meine Periode habe. Und in der Phase zuvor bemĂŒhe ich mich mir mehr gutes zu tun. Mal sehen wo mich das hinfĂŒhrt, schließlich begegne ich der Thematik gerade noch in Kinderschuhen.

Total informativ und vermutlich sehr viel besser erklÀrend ist das unten stehende Interview, das hat mich wirklich vom Hocker gehauen, mag auch an der sympathischen Stimme gelegen haben.

Wie du die Kraft der weiblichen Energie neu fĂŒr dich entdecken kannst – Laura Malina Seiler im Interview mit Katja Wolf

 

1 Kommentar zu „About being a woman“

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