Wo man Unterstützung finden kann

Da ich gerade keine andere Idee habe, wie ich das einigermaßen übersichtlich gestalten könnte, dachte ich, ich mache das beispielhaft an der Stadt München fest.

Bei akuten Krisen :

So etwas habe ich etwa in Anspruch genommen, als ich mehrere Tage und Nächte
am Stück nicht mehr schlafen konnte und in einer schweren Depression steckte,
mit der ich überhaupt nicht umgehen konnte und auf die Schnelle kein Therapeut aufzutreiben war. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in vielen Fällen hilfreich ist mit Experten zu sprechen, da diese besser einschätzen können, ob eine Gefährdung
vorliegt und was getan werden sollte. Und ich kann solche Beratungsstellen in jedem Fall empfehlen, egal ob es um psychische Erkrankungen oder aber auch Trauerfälle geht.
Wem wichtig ist, ob die Krankenkassenkarte eingelesen werden muss, sollte das im
Vorfeld abklären – dort wo ich war, war das nicht der Fall und ich weiß, dass es einige
solcher Beratungsstellen gibt.

Krisendienst Psychiatrie München

Qualifizierte Soforthilfe bei seelischen Krisen jeder Art.
Der Krisendienst bietet telefonische Beratung und Abklärung der Krisensituation,
mobile Einsätze, ambulante Krisentermine und Vermittlung an weiterführende Hilfen.
Erreichbarkeit: täglich 9.00 bis 24.00 Uhr
Telefon: 0180 / 655 3000

Sozialpsychiatrische Dienste
Solche gibt es hier in München in jedem Stadtteil, sowohl von städtischen, als auch privaten  Trägern. Dort gibt es nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige Beratungangebote.
Meist gibt es eine kurzfristige Terminvereinbarung, mit Abklärung ob weitere Hilfen benötigt werden. Mir wurde damals bei der Suche eines Therapeuten geholfen und die Zeit bis zum Therapiebeginn überbrückt.
Beispiel:
SPDi München // Perlach
Perlach Peschelanger 11, 81735 München
Telefon: (089) 67 10 51
[nur tagsüber erreichbar]

Psychosoziale Beratungsdienste Stadt München

FÜR STUDENTEN:
Psychosoziale und psychotherapeutische Beratung des Studentenwerks München

In den zwei Semestern, die ich studiert habe, suchte ich die Beratungsstelle einmal auf,
weil ich mir große Sorgen um den psychischen Zustand meiner Mutter machte.
Nach dem Anhören meiner Schilderung empfahl mir die dortige Therapeutin selbst eine
Therapie zu machen, da die Umstände mich sonst krank machen würden. Zudem empfahl sie mir eine Kollegin, bei der ich bis heute in den besten Händen bin.
Eine Bekannte von mir hatte große Probleme mit ihren Eltern und ihr konnte dort
in drei Sitzungen sehr gut geholfen werden.


Natürlich gibt es daneben auch die Notaufnahmen der Krankenhäuser und Psychiatrien.
Etwa das Atriumhaus oder die Klinik in der Nussbaumstraße – ich habe aber keine persönlichen Erfahrungen mit einer Klinik, kann also nichts genaueres dazu sagen.


Einen Therapeuten finden:

Gestaltet sich oftmals nicht sehr leicht, weil es zu wenig ansässige Therapeuten gibt oder nicht der richtige gefunden wird. Noch dazu gibt es eine Menge verschiedener Formen der Therapie. So gibt es in Bayern etwa eine Telefonnummer, bei der man von freien Therapieplätzen erfährt.
Allerdings wollen die in der Regel sehr freundlichen Mitarbeiter wissen in welcher Richtung man eine Therapie haben möchte und es sind nur Therapeuten aufgelistet, die sich dort gemeldet haben.
Es lohnt sich also, obwohl es durchaus zermürbend ist, auch einfach so bei Therapeuten anzurufen.
Hier der Link:

Koordinationsstelle zur Vermittlung von Therapieplätzen in Bayern


AN DIESER STELLE IST MIR AUßERORDENTLICH WICHTIG ZU SAGEN, DASS ICH HIER KEIN VOLLSTÄNDIGES ABBILD DER VERSCHIEDENEN THERAPIEFORMEN; SONDERN NUR EINEN KLEINEN AUSZUG DARSTELLEN KANN.
ES GIBT PROBATORISCHE SITZUNGEN, IN DENEN SICH THERAPEUT UND KLIENT KENNENLERNEN KÖNNEN.
ICH DENKE SO KANN MAN SICH DAS BESTE BILD MACHEN. WAS ICH HIER SCHREIBE IST OBERFLÄCHLICHES 
WISSEN GEPAART MIT PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN!!!



Verhaltenstherapie:
Hierbei werden meist 25 Sitzungen vereinbart. Es geht vor allem um Verhaltens- und Denkensweisen, die das eigene Leben erschweren und darum Strategien zu finden damit besser umzugehen.
Genauer gesagt geht es darum Verhalten zu ändern. Wenn man etwas destruktives erlernen kann, dann gelingt es auch dieses zu verlernen.
Das kann gerade bei konkreten Problemen sehr gut helfen. Ich habe dort unter Anderem
Hypnose und Achtsamkeit ausprobiert. ABER! hier gibt es keine Verallgemeinerungen, da
jeder Therapeut anders arbeitet.

Weiterführend

Psychoanalyse:
An dieser Stelle fällt vielen vielleicht zuerst einmal Siegmund Freud ein,
der als Begründer der Psychoanalyse gilt. Hier fällt es mir besonders schwer etwas zu sagen, da ich diese zwei Mal völlig unterschiedlich erlebt habe.
Einmal ganz nach dem Vorurteil, dass da jemand sitzt, der mir ein Jahr lang nur zuhört und mir am Ende eine fragwürdige Diagnose stellt. Und heute mit meiner für mich absolut passenden und fähigen Therapeutin. Im klassischen Sinne kann man mehrere Sitzungen pro Woche haben und die Therapie erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Oft kann der Patient auch liegen.
Durch das freie Sprechen des Klienten über die Dinge, die gerade in seinem Kopf
herumschwirren, soll der Klient an sein Unterbewusstsein dringen. In der Psychoanalyse
wird davon ausgegangen, dass den akuten Problemen etwas Vergangenes zu Grunde liegt, dass der Klient noch nicht greifen kann, da es im Unterbewusstsein ist.
Die Psychoanalyse hat sich etwas modernisiert und so lässt sich wirklich schwer
etwas allgemeines sagen, da es dort so viele Unterschiede gibt.
Mein Tipp ist sich den Therapeuten genau anzusehen, ihm die eigenen Vorstellungen mitzuteilen und gemeinsam einen grünen Zweig zu finden. Meine jetzige Therapeutin sitzt mir gegenüber, ich kann sie alles fragen, sie hakt nach und interagiert mit mir. Dennoch kommt der Großteil von mir,was aber für mich, jemanden, der sich selbst gerne vernachlässigt sehr gut ist.

Weiterführend

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Soweit ich weiß, entstammt die oben genannte Methode aus der Psychoanalyse. Auch hier geht es darum dass ein Konflikt im Inneren für die Probleme verantwortlich sind. Allerdings stehen auch die aktuellen Schwierigkeiten des Klienten im Vordergrund und die Therapie ist nicht ganz so langfristig gedacht, wie die Psychoanalyse.

Weiterführend

Gesprächspsychotherapie:
Hierbei handelt es sich um den sogenannten Personzentrierten Ansatz, der Name sagt es schon, es geht dabei um den Menschen, der im Mittelpunkt steht. Man geht von einer interaktiven Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten aus, es soll sich auf Augenhöhe begegnet und eine Vertrauensbasis hergestellt werden. Durch die Kraft der entstandenen Beziehung heraus, soll der Klient sich selbst besser verstehen lernen. Es heißt, dass man die Lösung der eigenen Probleme bereits in sich trage, man müsse diese nur erkennen. Nicht die Probleme, sondern der Mensch als solcher steht im Mittelpunkt des Geschehens.

Weiterführend

Es gibt noch einige andere Therapieformen, wie etwa die systemische Therapie oder die
Traumatherapie, über die ihr selbst nachlesen könnt:

Übersicht